{"product_id":"king-seiko-hi-beat-5626-7000-kaliber-5626a-suwa-seikosha-edelstahl-ks-signierte-krone-juni-1970-frisch-revidiert","title":"King Seiko Hi-Beat 5626-7000 – Kaliber 5626A, Suwa Seikosha – Edelstahl, KS-signierte Krone – Juni 1970 – frisch revidiert","description":"\u003cp dir=\"ltr\"\u003eZiehen Sie die Krone heraus, und die Sekunde bleibt stehen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eDas klingt banal. 1970 war es das nicht. Sekundenstopp bedeutete, dass man die Uhr auf die Sekunde genau nach dem Zeitzeichen stellen konnte – und damit, dass die Genauigkeit des Werks überhaupt erst nutzbar wurde. Eine Uhr, die auf zwei Sekunden am Tag läuft, aber beim Stellen dreißig Sekunden danebenliegt, nützt niemandem.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eGenau diese Konsequenz unterscheidet eine King Seiko von den Uhren darunter.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3 dir=\"ltr\"\u003eKing Seiko – die Linie aus dem anderen Werk\u003c\/h3\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eSeiko unterhielt über Jahrzehnte zwei vollständig getrennte Fertigungen, die gegeneinander antraten: \u003cstrong\u003eSuwa Seikosha\u003c\/strong\u003e in der Präfektur Nagano und \u003cstrong\u003eDaini Seikosha\u003c\/strong\u003e in Tokio. Beide entwickelten eigene Werke, führten eigene Modellreihen und konkurrierten um die Spitzenposition. Die Konzernleitung förderte das ausdrücklich – wer das bessere Werk baute, bekam den Auftrag.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003e1960 stellte Suwa die erste Grand Seiko vor. Daini antwortete 1961 mit der ersten King Seiko. Was folgte, ist eine der produktivsten Rivalitäten der Uhrengeschichte: 1964 die 44KS, 1968 die 45KS mit 36.000 Halbschwingungen, parallel die 52er-Reihe aus Tokio.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eBei der 56er-Reihe kehrten sich die Verhältnisse dann um. Das Kaliber 5626 stammt aus \u003cstrong\u003eSuwa\u003c\/strong\u003e – also aus demselben Werk, das Grand Seiko baute. Suwa lieferte damit sowohl die Grand Seiko als auch, unter dem Namen King Seiko, deren direkte Konkurrenz im eigenen Haus. Das Grand-Seiko-Kaliber 5646 und dieses King-Seiko-Kaliber 5626 teilen die Grundarchitektur; unterschieden wurden sie über Feinregulierung, Ausstattung und Endbearbeitung.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eKing Seiko war deshalb nie die zweite Wahl, sondern die günstigere Uhr mit demselben konstruktiven Fundament.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3 dir=\"ltr\"\u003e„Hi-Beat\" – was auf dem Zifferblatt steht\u003c\/h3\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eDer Schriftzug \u003cem\u003eKS HI-BEAT\u003c\/em\u003e bezeichnet die hohe Schwingfrequenz des Werks: \u003cstrong\u003e28.800 Halbschwingungen pro Stunde\u003c\/strong\u003e, also acht Schwingungen der Unruh pro Sekunde.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eDie Logik dahinter ist einfach. Je schneller eine Unruh schwingt, desto weniger wirken sich äußere Störungen – Stöße, Lageänderungen, Beschleunigungen beim Tragen – auf den Gang aus. Eine schnell schwingende Unruh kehrt rascher in ihren Rhythmus zurück. Der Preis ist höherer Verschleiß und ein anspruchsvollerer Aufbau, weshalb Hi-Beat-Werke zur Zeit ihrer Einführung ausschließlich in den oberen Linien verbaut wurden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eSichtbar wird das an der Sekunde: Sie läuft merklich flüssiger als bei einem Werk mit 18.000 oder 21.600 Halbschwingungen.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3 dir=\"ltr\"\u003eDas Kaliber 5626A\u003c\/h3\u003e\n\u003cul dir=\"ltr\"\u003e\n\u003cli\u003e\u003cstrong\u003eAutomatik mit zusätzlichem Handaufzug\u003c\/strong\u003e\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eSekundenstopp\u003c\/strong\u003e beim Ziehen der Krone – sekundengenaues Stellen\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003e25 Steine\u003c\/strong\u003e, 28.800 Halbschwingungen pro Stunde\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eTag und Datum\u003c\/strong\u003e mit Schnellverstellung\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eTagesscheibe zweisprachig\u003c\/strong\u003e, Japanisch und Englisch\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003eGefertigt von \u003cstrong\u003eSuwa Seikosha\u003c\/strong\u003e, Japan\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eDie zweisprachige Tagesscheibe folgt der japanischen Kalenderkonvention: Sonntag in Rot, Samstag in Blau. Auf dem Foto ist der Samstag 土 in Blau zu sehen – ein Detail, das es an europäischen Uhren nicht gibt und das die Herkunft der Uhr auf einen Blick verrät.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3 dir=\"ltr\"\u003eWerkentnahme von vorn\u003c\/h3\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eDer Gehäuseboden trägt eine Anweisung, die man selten liest: \u003cstrong\u003eOPEN THRU GLASS, PUSH SET LEVER, PULL STEM.\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eDas Werk wird nicht von hinten, sondern von vorn durch das abgenommene Glas entnommen. Der Zusatz richtet sich an den Uhrmacher: Der Stellhebel muss gedrückt werden, bevor sich die Aufzugswelle ziehen lässt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eDer konstruktive Grund ist die Dichtigkeit. Ein Gehäuse, das nicht von hinten geöffnet wird, hat eine Schwachstelle weniger – weshalb Seiko hier auch nicht „WATER RESIST\" prägte, sondern \u003cstrong\u003e„WATERPROOF\"\u003c\/strong\u003e. Der Preis dafür war Aufwand in der Werkstatt: Bei jeder Revision liegt die Zifferblattseite frei. Viele dieser Uhren tragen heute Spuren unsachgemäßer Eingriffe auf dem Zifferblatt. Bei diesem Exemplar ist das nicht der Fall.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3 dir=\"ltr\"\u003eDie signierte Krone\u003c\/h3\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eDie Krone trägt das eingeprägte \u003cstrong\u003eKS-Signet\u003c\/strong\u003e. Das ist mehr als Dekor: Signierte Kronen sind Verschleißteile, die bei Reparaturen über fünf Jahrzehnte hinweg regelmäßig gegen einfache Ersatzteile getauscht wurden. Eine King Seiko mit originaler, klar lesbarer KS-Krone ist deshalb seltener als eine mit intaktem Zifferblatt.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3 dir=\"ltr\"\u003eZifferblatt und Gehäuse\u003c\/h3\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eDas Zifferblatt ist in einem hellen Silberton mit feinem radialem Sonnenschliff ausgeführt, der bei wechselndem Licht über die Fläche wandert. Die Stundenmarkierungen sind applizierte, mehrfach facettierte Batons mit scharfen Kanten; bei zwölf Uhr als Doppelindex ausgeführt. Dazu schlanke polierte Zeiger und eine feine Zentralsekunde.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eBeschriftet ist das Blatt sparsam: \u003cem\u003eSEIKO AUTOMATIC\u003c\/em\u003e oben, \u003cem\u003eKS HI-BEAT\u003c\/em\u003e mit dem Suwa-Zeichen unten. Das Kalenderfenster bei drei Uhr ist mit einem applizierten Rahmen eingefasst und zeigt Wochentag und Datum nebeneinander.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eDas Edelstahlgehäuse folgt der Gestaltungssprache, die Taro Tanaka bei Seiko als „Grammar of Design\" formulierte: ebene, scharf gegeneinander abgesetzte Flächen statt gerundeter Übergänge, kantig gezogene Bandanstöße, eine flach ausgeführte Lünette. Tanakas Prinzip war, dass jede Fläche das Licht in einer definierten Richtung reflektiert – was nur funktioniert, solange die Kanten stehen. Hier sind sie erhalten; die Uhr wurde nicht überpoliert.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eMit 37,1 mm Durchmesser fällt sie etwas großzügiger aus als die meisten Seiko-Modelle dieser Jahre, bleibt durch nur 41,5 mm Horn zu Horn aber kompakt am Handgelenk.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3 dir=\"ltr\"\u003eZustand\u003c\/h3\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eZuerst der Mangel, damit er nicht übersehen wird: \u003cstrong\u003eDas Goldmedaillon auf dem Gehäuseboden ist beschädigt.\u003c\/strong\u003e Ein Teil der Auflage ist ausgebrochen. Auf den Fotos ist das deutlich zu sehen. Wer eine King Seiko mit unversehrter Plakette sucht, sollte ein anderes Exemplar wählen – dieser Punkt ist der einzige Grund, warum diese Uhr deutlich unter dem Niveau vergleichbar erhaltener Stücke angeboten wird.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eAbgesehen davon ist die Uhr in einem sehr guten Zustand.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eTechnisch einwandfrei: Sie wurde im Frühjahr\/Sommer 2026 in Japan von einem Uhrmacher fachgerecht revidiert – vollständig zerlegt, gereinigt, geölt und reguliert. Automatik, Handaufzug, Sekundenstopp sowie die Schnellverstellung für Tag und Datum arbeiten einwandfrei.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eDas Zifferblatt ist sehr gut erhalten: gleichmäßiger Sonnenschliff ohne Flecken, Verfärbungen oder Aufhellungen, Beschriftung vollständig und scharf, applizierte Indizes fest und ohne Korrosion, der Kalenderrahmen intakt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eDas Edelstahlgehäuse zeigt nur leichte, altersgerechte Tragespuren. Die Facetten an den Bandanstößen und die Übergänge zwischen den polierten und gebürsteten Flächen sind erhalten. Die KS-signierte Krone ist original und klar lesbar. Sämtliche Bodengravuren – Referenz 5626-7000, Seriennummer, Werkstattanweisung – sind vollständig und scharf. Das Glas ist klar.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eMontiert ist ein neues Seiko-Lederarmband.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3 dir=\"ltr\"\u003eDatierung\u003c\/h3\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eDie Seriennummer 061108 erlaubt die Zuordnung nach dem Seiko-Schema: Die erste Ziffer bezeichnet die Endziffer des Produktionsjahres, die zweite den Monat. 0 – 6 ergibt \u003cstrong\u003eJuni 1970\u003c\/strong\u003e.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3 dir=\"ltr\"\u003eTechnische Daten\u003c\/h3\u003e\n\u003cul dir=\"ltr\"\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eMarke \/ Linie:\u003c\/strong\u003e King Seiko, Hi-Beat\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eReferenz:\u003c\/strong\u003e 5626-7000\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eSeriennummer:\u003c\/strong\u003e 061108\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eProduktionsdatum:\u003c\/strong\u003e Juni 1970\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eWerk:\u003c\/strong\u003e Seiko Kaliber 5626A, Automatik mit Handaufzug, 25 Steine, 28.800 A\/h, Sekundenstopp\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eHersteller:\u003c\/strong\u003e Suwa Seikosha, Japan\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eFunktionen:\u003c\/strong\u003e Stunden, Minuten, Zentralsekunde, Tag und Datum mit Schnellverstellung, Tagesscheibe zweisprachig (Japanisch\/Englisch)\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eGehäuse:\u003c\/strong\u003e Edelstahl, KS-signierte Krone, Goldmedaillon (beschädigt), Werkentnahme von vorn durch das Glas\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eDurchmesser (ohne Krone):\u003c\/strong\u003e 37,1 mm\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eHöhe:\u003c\/strong\u003e 10,6 mm\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eLug-to-Lug:\u003c\/strong\u003e 41,5 mm\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eBandanstoßbreite:\u003c\/strong\u003e 18 mm\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eGewicht (inkl. Band):\u003c\/strong\u003e 49 g\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eBand:\u003c\/strong\u003e neues Seiko-Lederarmband\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eGlas:\u003c\/strong\u003e Acrylglas\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eRevision:\u003c\/strong\u003e Frühjahr\/Sommer 2026, Japan – vollständige Zerlegung, Reinigung, Ölung, Regulierung\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003ch3 dir=\"ltr\"\u003eFür wen\u003c\/h3\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eFür alle, die eine King Seiko in Edelstahl mit originaler signierter Krone und sehr gut erhaltenem Zifferblatt und Gehäuse suchen – und die bereit sind, dafür eine beschädigte Plakette auf der Rückseite in Kauf zu nehmen. Am Handgelenk ist davon nichts zu sehen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eFür Sammler, die die Suwa-Seite der Seiko-Geschichte abbilden wollen: Dieses Werk teilt die Grundarchitektur mit dem Grand-Seiko-Kaliber 5646 aus derselben Fertigung.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eUnd für alle, die eine mechanische Uhr täglich tragen wollen. Automatik mit Handaufzug, Sekundenstopp, Schnellverstellung für Tag und Datum, dazu ein Gehäuse, das auf Dichtigkeit hin konstruiert wurde – funktional fehlt dieser Uhr nach fünfundfünfzig Jahren nichts.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003e\u003cstrong\u003eGewährleistung (gebraucht)\u003c\/strong\u003e\u003cbr\u003eEs handelt sich um einen gebrauchten Artikel. Die Verjährungsfrist für Mängelansprüche (gesetzliche Gewährleistung) beträgt 12 Monate ab Lieferung.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003e\u003cstrong\u003eHinweis\u003c\/strong\u003e\u003cbr\u003eDa es sich um eine Vintage-Uhr handelt, kann keine Wasserdichtigkeit zugesichert werden. Um das Uhrwerk zu schützen, sollte die Uhr nicht mit Wasser oder Feuchtigkeit in Berührung kommen.\u003c\/p\u003e","brand":"Vintage \u0026 JDM (Japan Domestic Market)","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":54776711217490,"sku":"A506","price":919.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0911\/3908\/0530\/files\/4629CC90-E153-4DE1-BF57-451EE06AED05.jpg?v=1789845298","url":"https:\/\/japanese-microbrands.com\/products\/king-seiko-hi-beat-5626-7000-kaliber-5626a-suwa-seikosha-edelstahl-ks-signierte-krone-juni-1970-frisch-revidiert","provider":"Japanese Microbrands - Mario Lenke","version":"1.0","type":"link"}