{"product_id":"king-seiko-special-5256-8010-kaliber-5256a-daini-seikosha-die-letzte-king-seiko-dienstjubilaumsuhr-der-nagoya-neji-seisakusho-marz-1975-frisch-revidiert","title":"King Seiko Special 5256-8010 – Kaliber 5256A, Daini Seikosha – die letzte King Seiko – Dienstjubiläumsuhr der Nagoya Neji Seisakusho, März 1975 – frisch revidiert","description":"\u003cp dir=\"ltr\"\u003e1975 stellte Seiko die King Seiko ein. Vierzehn Jahre nach dem Start der Linie, mitten in der Quarzkrise, verschwand der Name aus dem Katalog – und kehrte erst 2021 zurück.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eDiese Uhr wurde im März 1975 gebaut. Sie ist die letzte Bauart, die Seiko unter diesem Namen herausbrachte, und sie wurde nur in diesem einen Jahr produziert.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eUnd man weiß, wem sie gehört hat.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3 dir=\"ltr\"\u003eDie Gravur\u003c\/h3\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eAuf dem Gehäuseboden stehen zwei Zeilen:\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003e\u003cstrong\u003e永年勤続25年記念\u003c\/strong\u003e – zur Erinnerung an fünfundzwanzig Jahre Betriebszugehörigkeit.\u003cbr\u003e\u003cstrong\u003eKK名古屋螺子\u003c\/strong\u003e – 株式会社名古屋螺子製作所, die Nagoya Neji Seisakusho, wörtlich: Nagoyaer Schraubenfabrik.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eDer Name klingt unscheinbar. Das Unternehmen dahinter ist es nicht.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3 dir=\"ltr\"\u003eNagoya Neji Seisakusho\u003c\/h3\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eGegründet wurde die Firma 1932 in Nagoya von Miyazaki Sadahachi und Watanabe Toshio, 1936 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Der Zweck war von Anfang an spezialisiert: hochfeste Schrauben, Bolzen und Metallteile für die japanische Luftfahrtindustrie, die in diesen Jahren rasant wuchs.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eZu den Abnehmern gehörten Mitsubishi, Aichi Tokei Denki und die Arsenale der Marine. Eine wirtschaftshistorische Untersuchung beziffert den Anteil von Mitsubishis Nagoyaer Flugzeugwerk am Produktionswert der Jahre 1932 bis 1935 auf 82,7 Prozent. Geliefert wurden Verbindungselemente für Flugzeugzellen und Flugmotoren – Bauteile, bei denen Materialgüte und Maßhaltigkeit unmittelbar über Leben und Tod entscheiden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eNach 1945 stellte das Unternehmen auf zivile Fertigung um:\u003c\/p\u003e\n\u003cul dir=\"ltr\"\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003e1949\u003c\/strong\u003e Wiederaufnahme der Lieferungen an Mitsubishi\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003e1952\u003c\/strong\u003e Teile für den Mitsubishi-Willys-Jeep\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003e1954\u003c\/strong\u003e Zulieferung an Honda sowie Komponenten für Pratt-\u0026amp;-Whitney-Flugmotoren\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003e1978\u003c\/strong\u003e Serienfertigung von Zugstangen-Baugruppen für Flugzeuge\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003e1984\/1987\u003c\/strong\u003e neue Werke in Komaki und Seki\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eab 1989\u003c\/strong\u003e Expansion in die USA, später Thailand und Indonesien\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eIm Jahr 2000 benannte sich das Unternehmen um. Es firmiert bis heute als \u003cstrong\u003eMEIRA Corporation\u003c\/strong\u003e – メイラ株式会社 – und beliefert die Automobil-, Luftfahrt- und Raumfahrtindustrie. Der Name ist wohl eine Verkürzung des alten: 名 (mei) aus Nagoya, 螺 (ra) aus neji.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eÜber die ersten fünfzig Jahre gibt es eine gedruckte Unternehmenschronik: 『名古屋螺子五十年史』, erschienen im Juni 1983, 133 Seiten. Exemplare sind unter anderem am Research Institute for Economics \u0026amp; Business Administration der Universität Kobe und im Unternehmensgeschichtsarchiv der Chūō-Universität nachgewiesen.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3 dir=\"ltr\"\u003eFünfundzwanzig Jahre\u003c\/h3\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eRechnet man vom Gravurdatum zurück, trat der Empfänger dieser Uhr \u003cstrong\u003e1950\u003c\/strong\u003e ein – in dem Jahr, in dem Nagoya Neji die Nachkriegslieferungen an Mitsubishi wieder aufnahm.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eEr war also von Anfang an dabei, als aus dem Luftfahrtzulieferer ein Automobilzulieferer wurde. Er erlebte die Jeep-Produktion von 1952, den Einstieg bei Honda 1954 und den Wiedereintritt in die Luftfahrt. Als er 1975 seine Uhr bekam, war Japan die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, und das Unternehmen, in dem er ein Vierteljahrhundert gearbeitet hatte, war Teil des Zulieferergeflechts, das diesen Aufstieg trug.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eDie 永年勤続表彰, die Ehrung für langjährige Betriebszugehörigkeit, war der sichtbare Ausdruck der lebenslangen Beschäftigung, die das japanische Arbeitsleben über Jahrzehnte prägte. Was ein Unternehmen dabei auswählte, sagte etwas darüber aus, wie es den Geehrten einschätzte. Eine King Seiko Special zu ¥30.000 war am oberen Ende dessen, was vergeben wurde.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eBemerkenswert ist, dass es dieses Programm noch gibt. MEIRA ehrt bis heute Betriebszugehörigkeiten nach 15, 25 und 35 Jahren – heute mit Sonderurlaub und Gutscheinen statt mit einer Uhr. Wer diese King Seiko trägt, trägt eine frühere Ausprägung einer betrieblichen Tradition, die neunzig Jahre nach Firmengründung fortbesteht.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3 dir=\"ltr\"\u003eKing Seiko – die Linie aus dem anderen Werk\u003c\/h3\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eUm zu verstehen, was diese Uhr ist, muss man wissen, wie Seiko damals funktionierte.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eDer Konzern unterhielt zwei vollständig getrennte Fertigungen, die gegeneinander antraten: \u003cstrong\u003eSuwa Seikosha\u003c\/strong\u003e in der Präfektur Nagano und \u003cstrong\u003eDaini Seikosha\u003c\/strong\u003e in Tokio. Beide entwickelten eigene Werke, führten eigene Modellreihen und konkurrierten um die Spitzenposition. Die Konzernleitung förderte das ausdrücklich – wer das bessere Werk baute, bekam den Auftrag.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003e1960 stellte Suwa die erste Grand Seiko vor. Daini antwortete 1961 mit der ersten King Seiko. Was folgte, ist eine der produktivsten Rivalitäten der Uhrengeschichte: 1964 die 44KS, 1968 die 45KS mit 36.000 Halbschwingungen, parallel die Suwa-56er-Reihe, und ab 1971 die 52KS – Dainis letzte Konstruktion für diese Linie.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eKing Seiko war dabei nie die zweite Wahl, sondern die Uhr des anderen Werks. In mehreren Disziplinen war sie der Grand Seiko ebenbürtig, und bei den Chronometerausführungen war King Seiko sogar breiter aufgestellt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eAus Daini Seikosha wurde übrigens Seiko Instruments, aus Suwa Seikosha Seiko Epson. Beide existieren bis heute – wie das Unternehmen, das diese Uhr verschenkt hat.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3 dir=\"ltr\"\u003eWarum gerade die 52KS\u003c\/h3\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eBei den automatischen King Seikos liefen bis zum Schluss zwei Werkfamilien parallel: die \u003cstrong\u003e56er von Suwa\u003c\/strong\u003e und die \u003cstrong\u003e52er von Daini\u003c\/strong\u003e. Beide wurden gleichzeitig verkauft, nebeneinander im selben Katalog.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eDie Zahlenverhältnisse sind eindeutig. Die allermeisten klassisch gezeichneten King Seikos liefen mit dem Suwa-56er-Werk. Nur eine Handvoll Referenzen erhielt das Daini-52er: die 5246-6000, 5246-6010, 5246-6020, 5246-7000, die 5256-8000 und diese 5256-8010. Spezialisten führen die beiden 5256er als „ungewöhnlich bis selten\".\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eIm Seiko-Katalog von 1975 standen die Preise nebeneinander:\u003c\/p\u003e\n\u003cul dir=\"ltr\"\u003e\n\u003cli\u003eSuwa King Seiko 5626-7113: \u003cstrong\u003e¥28.000\u003c\/strong\u003e\n\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\u003cstrong\u003eDaini King Seiko Special 5256-8010: ¥30.000\u003c\/strong\u003e\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003eSuwa King Seiko 5626-7041 Chronometer: ¥33.000\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003eGrand Seiko der 56er-Reihe (Basismodell): ¥47.000\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eDie 52KS Special war also nicht das Einstiegsmodell der Reihe, sondern rangierte oberhalb der normalen King Seiko und lag preislich näher an der Chronometerausführung.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3 dir=\"ltr\"\u003e„Special\" – was das Blitzsymbol bedeutet\u003c\/h3\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eAuf dem Zifferblatt steht \u003cem\u003eKS SPECIAL\u003c\/em\u003e, gefolgt von einem kleinen Blitzzeichen. Das ist kein Dekor.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eSeiko staffelte seine Werke nach internen Genauigkeitsklassen. Der Zusatz „Special\" bezeichnete nach allgemeiner Sammlerauffassung eine Ausführung, die auf die jeweils nächsthöhere Klasse einreguliert war als die Basisversion derselben Werkfamilie. Bei Grand Seiko unterschied dies die Kaliber 6155\/6156 von den Basiswerken 6145\/6146; bei King Seiko kennzeichnete „Special\" die 5246er und 5256er.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eDie Vorgängerreihe 5246 trug zusätzlich noch „Chronometer\" auf dem Zifferblatt. Bei den ab 1973 gebauten 5255\/5256 entfiel diese Angabe, und „Special\" blieb als alleiniges Qualitätsmerkmal stehen. Diese Uhr trägt damit die Bezeichnung, die Seiko am Ende der King-Seiko-Ära für seine bestregulierten Automatikwerke verwendete.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3 dir=\"ltr\"\u003eDas Kaliber 5256A\u003c\/h3\u003e\n\u003cul dir=\"ltr\"\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eAutomatik\u003c\/strong\u003e mit Zusatz-Handaufzug und Sekundenstopp\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003e25 Steine\u003c\/strong\u003e, 28.800 Halbschwingungen pro Stunde\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eTag und Datum\u003c\/strong\u003e mit Schnellverstellung\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eTagesscheibe zweisprachig\u003c\/strong\u003e, Japanisch und Englisch\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003eGefertigt von \u003cstrong\u003eDaini Seikosha\u003c\/strong\u003e, Tokio\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eDas 5256A löste 1973 das 5246A ab; die wesentliche Neuerung war eine federbelastete Schaltklinke für die Datums-Schnellverstellung, die den Mechanismus deutlich robuster machte. Gebaut wurde das Werk bis 1976.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eDamit endete seine Geschichte allerdings nicht. Die Architektur der 52er-Werke wurde in den 1990er-Jahren zur Grundlage der \u003cstrong\u003e4S-Reihe\u003c\/strong\u003e, mit der Seiko seine hochwertigen mechanischen Uhren wieder aufnahm. Wer eine 5256 trägt, trägt das letzte Glied der klassischen Ära – und zugleich die Konstruktion, auf der der spätere Neuanfang aufbaute.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3 dir=\"ltr\"\u003eDas Ende einer Ära\u003c\/h3\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eIm Dezember 1969 stellte Seiko die Astron vor, die erste Quarzarmbanduhr der Welt. Innerhalb weniger Jahre veränderte das den gesamten Markt – und traf ausgerechnet die eigenen mechanischen Spitzenmodelle am härtesten. Eine Quarzuhr war genauer als jede Chronometerausführung und binnen kurzer Zeit billiger in der Herstellung.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eMitte der 1970er-Jahre zog Seiko die Konsequenz. Die mechanischen King Seiko und Grand Seiko verschwanden nahezu zeitgleich. Grand Seiko kehrte 1988 zurück, King Seiko erst 2021.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eDie 5256-8010 aus dem Jahr 1975 steht exakt an dieser Bruchstelle.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3 dir=\"ltr\"\u003eGehäuse und Zifferblatt\u003c\/h3\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eDas Gehäuse folgt der Gestaltungssprache, die Taro Tanaka 1962 bei Seiko als „Grammar of Design\" formulierte: flächige, scharf gegeneinander abgesetzte Polituren, keine gerundeten Übergänge, kantig gezogene Bandanstöße und eine Lünette, die als ebene Fläche statt als Wölbung ausgeführt ist. Tanakas Ausgangsbeobachtung war einfach – japanische Uhren wirkten in der Vitrine neben Schweizer Konkurrenz matt, weil ihre Flächen das Licht diffus streuten. Seine Antwort war, jede Fläche eben zu polieren und die Kanten stehen zu lassen, damit das Licht in definierten Richtungen reflektiert.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eDas funktioniert nur, solange die Kanten scharf sind. Jede Nachpolitur rundet sie ab und zerstört den Effekt – weshalb der Gehäusezustand bei diesen Modellen das eigentliche Sammelkriterium ist, nicht das Zifferblatt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eDas Zifferblatt ist ein heller Silberton mit feiner Körnung, die das Licht streut statt es zu spiegeln. Die Stundenmarkierungen sind applizierte, mehrfach facettierte Batons, dazu schlanke facettierte Zeiger. Das Kalenderfenster bei drei Uhr zeigt Tag und Datum übereinander in einem applizierten Rahmen – eine Anordnung, die die 52KS von den 56er-Modellen unterscheidet.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eDie Tagesscheibe ist zweisprachig und lässt sich zwischen Japanisch und Englisch umschalten. Die japanische Ausführung folgt dabei der Kalenderkonvention des Landes: \u003cstrong\u003eSonntag in Rot, Samstag in Blau\u003c\/strong\u003e – ein Detail, das es an europäischen Uhren nicht gibt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eBeschriftet ist das Blatt sparsam: \u003cem\u003eSEIKO AUTOMATIC\u003c\/em\u003e oben, \u003cem\u003eKS SPECIAL\u003c\/em\u003e mit Blitzzeichen unten.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3 dir=\"ltr\"\u003eZustand\u003c\/h3\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eDiese Uhr ist in einem außergewöhnlich guten Zustand.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eTechnisch einwandfrei: Sie wurde im Frühjahr\/Sommer 2026 in Japan von einem Uhrmacher fachgerecht revidiert – vollständig zerlegt, gereinigt, geölt und reguliert. Automatik, Handaufzug, Sekundenstopp sowie die Schnellverstellung für Tag und Datum arbeiten einwandfrei, die zweisprachige Umschaltung der Tagesscheibe ebenfalls.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eDas Gehäuse ist der entscheidende Punkt. Die Flächenübergänge sind klar gegeneinander abgesetzt, die Kantenverläufe erhalten, die Proportionen unverändert – die Uhr wurde nicht überpoliert. Wer schon einmal eine nachbearbeitete King Seiko in der Hand hatte, erkennt den Unterschied sofort: Dort verlaufen die Kanten weich, die Lünette wirkt gewölbt, und der Lichtwechsel zwischen den Flächen fällt weg. Hier ist nichts davon der Fall. Vorhanden sind lediglich leichte, altersgerechte Tragespuren.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eDas Zifferblatt ist sauber und gleichmäßig, ohne Flecken, Verfärbungen oder Aufhellungen. Die Beschriftung ist vollständig und scharf, die applizierten Indizes sitzen fest und zeigen keine Korrosion, der Kalenderrahmen ist intakt. Das Glas ist klar.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eDer Gehäuseboden weist die üblichen feinen Spuren vom Öffnen und Tragen auf; Gravur, Referenz 5256-8010 und Seriennummer sind vollständig und klar lesbar.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eMontiert ist ein neues Seiko-Lederarmband in Schwarz.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3 dir=\"ltr\"\u003eDatierung\u003c\/h3\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eDie Seriennummer 534311 erlaubt die eindeutige Zuordnung nach dem Seiko-Schema: Die erste Ziffer bezeichnet die Endziffer des Produktionsjahres, die zweite den Monat. 5 – 3 ergibt \u003cstrong\u003eMärz 1975\u003c\/strong\u003e. Das deckt sich mit dem dokumentierten Produktionszeitraum der Referenz, die nach den vorliegenden Quellen ausschließlich 1975 gebaut wurde.\u003c\/p\u003e\n\u003ch3 dir=\"ltr\"\u003eTechnische Daten\u003c\/h3\u003e\n\u003cul dir=\"ltr\"\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eMarke \/ Linie:\u003c\/strong\u003e King Seiko, Special\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eReferenz:\u003c\/strong\u003e 5256-8010\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eSeriennummer:\u003c\/strong\u003e 534311\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eProduktionsdatum:\u003c\/strong\u003e März 1975\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eWerk:\u003c\/strong\u003e Seiko Kaliber 5256A, Automatik mit Handaufzug, 25 Steine, 28.800 A\/h, Sekundenstopp\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eHersteller:\u003c\/strong\u003e Daini Seikosha, Japan\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eFunktionen:\u003c\/strong\u003e Stunden, Minuten, Zentralsekunde, Tag und Datum mit Schnellverstellung, Tagesscheibe zweisprachig (Japanisch\/Englisch) mit rotem Sonntag und blauem Samstag\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eGehäuse:\u003c\/strong\u003e Edelstahl, Boden mit Dienstjubiläumsgravur 「永年勤続25年記念／KK名古屋螺子」\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eDurchmesser (ohne Krone):\u003c\/strong\u003e 36,1 mm\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eHöhe:\u003c\/strong\u003e 10,1 mm\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eLug-to-Lug:\u003c\/strong\u003e 41,4 mm\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eBandanstoßbreite:\u003c\/strong\u003e 18 mm\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eGewicht (inkl. Band):\u003c\/strong\u003e 50 g\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eBand:\u003c\/strong\u003e neues Seiko-Lederarmband\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eGlas:\u003c\/strong\u003e Mineralglas\u003c\/li\u003e\n\u003cli\u003e\n\u003cstrong\u003eRevision:\u003c\/strong\u003e Frühjahr\/Sommer 2026, Japan – vollständige Zerlegung, Reinigung, Ölung, Regulierung\u003c\/li\u003e\n\u003c\/ul\u003e\n\u003ch3 dir=\"ltr\"\u003eFür wen\u003c\/h3\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eFür Sammler, die die King-Seiko-Geschichte vollständig abbilden wollen. Die 52KS ist das seltenere der beiden automatischen King-Seiko-Werke, die 5256-8010 wurde nur ein einziges Jahr gebaut, und mit ihr endete die Linie. Wer die Suwa-56KS bereits besitzt, bekommt hier die Daini-Gegenseite derselben Rivalität.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eFür alle, die eine mechanische Seiko der klassischen Ära auf Grand-Seiko-Niveau suchen, ohne deren Preis zu zahlen – und die Wert darauf legen, dass das Gehäuse nicht nachbearbeitet wurde.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eUnd für alle, denen Herkunft etwas bedeutet. Die meisten Vintage-Uhren sind anonym; man weiß, wo sie gebaut wurden, aber nicht, wer sie getragen hat. Bei dieser lässt sich beides belegen: März 1975 bei Daini Seikosha in Tokio gebaut, überreicht von einem Unternehmen, das es seit 1932 gibt und das bis heute besteht, an einen Mitarbeiter, der 1950 eingetreten war. Es gibt sogar eine gedruckte Firmenchronik, in der die Jahre nachzulesen sind, die dieser Mensch dort verbracht hat.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003eMit 36,1 mm Durchmesser, 10,1 mm Höhe und 41,4 mm Horn zu Horn trägt sie sich zurückhaltend und passt auch an schmalere Handgelenke. Die zweisprachige Tagesscheibe macht sie im Alltag ohne Einschränkung tragbar.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003e\u003cstrong\u003eGewährleistung (gebraucht)\u003c\/strong\u003e\u003cbr\u003eEs handelt sich um einen gebrauchten Artikel. Die Verjährungsfrist für Mängelansprüche (gesetzliche Gewährleistung) beträgt 12 Monate ab Lieferung.\u003c\/p\u003e\n\u003cp dir=\"ltr\"\u003e\u003cstrong\u003eHinweis\u003c\/strong\u003e\u003cbr\u003eDa es sich um eine Vintage-Uhr handelt, kann keine Wasserdichtigkeit zugesichert werden. 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