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Citizen-Rarität „The Memory of Reversion – Okinawa 1972" – 920er Silber-Gedenkuhr zur Rückgabe Okinawas an Japan (Ref. 6700-673310 YO) - Februar 1972

Citizen-Rarität „The Memory of Reversion – Okinawa 1972" – 920er Silber-Gedenkuhr zur Rückgabe Okinawas an Japan (Ref. 6700-673310 YO) - Februar 1972

Diese außergewöhnliche Citizen-Handaufzugsuhr ist weit mehr als nur ein Vintage-Zeitmesser: Sie ist ein historisches Artefakt aus 920er Silber, das eines der bedeutendsten Ereignisse der japanischen Nachkriegsgeschichte unmittelbar bezeugt – die Rückgabe Okinawas an Japan am 15. Mai 1972. Ein Exemplar dieser Referenz ist im japanischen Sammlerstandardwerk „国産時計博物館 / Museum of Japanese-made Watches" (herausgegeben von Masaaki Hasegawa, World Photo Press, Juli 1994, Band 27 der renommierten Mook-Reihe „Sekai no Udedokei / Wristwatches of the World") abgebildet und beschrieben – ein eindeutiger Beleg für den eigenständigen sammlerischen Stellenwert dieses Modells in der japanischen Uhrenliteratur. Das im Buch dokumentierte Exemplar stammt aus der bekannten Sammlung „Antique Bunmeido" (アンティーク文明洞所蔵).

Zur historischen Einordnung: Nach dem Zweiten Weltkrieg stand Okinawa – das ehemalige Königreich Ryūkyū – ab 1945 für 27 Jahre unter direkter US-amerikanischer Verwaltung, während das japanische Festland 1952 mit dem Friedensvertrag von San Francisco wieder volle Souveränität erlangt hatte. Erst das „Okinawa Reversion Agreement", am 17. Juni 1971 zeitgleich in Washington, D.C. und Tokio unterzeichnet (von US-Außenminister William P. Rogers für Präsident Richard Nixon und Außenminister Kiichi Aichi für Premierminister Eisaku Satō) und am 24. November 1971 vom japanischen Parlament ratifiziert, beendete diese Sondersituation. Mit Wirkung zum 15. Mai 1972 ging die Souveränität über die Ryūkyū-Inseln und Daitō-Inseln an Japan zurück. Für die japanische Nation war dies ein Moment vergleichbarer Symbolkraft wie die Wiedervereinigung Deutschlands für Europa – und Citizen, neben Seiko Japans wichtigster Uhrenhersteller, ehrte das Ereignis mit einer aufwendig gestalteten, in 920er Silber gefertigten Gedenkuhr in streng limitierter Auflage.

Den ikonografischen Mittelpunkt des Zifferblatts bildet das in reliefierter Silberprägung dargestellte Shureimon (守礼門) – das berühmte Tor zum Schloss Shuri (Shuri-jō) in Naha, der historischen Residenz der Könige des Ryūkyū-Reiches. Erstmals zwischen 1527 und 1555 unter König Shō Sei errichtet, im Zweiten Weltkrieg im April 1945 vollständig zerstört und 1958 rekonstruiert, gilt das Shureimon bis heute als wichtigstes Wahrzeichen der eigenständigen okinawanischen Kultur und ist seit dem Jahr 2000 sogar auf der Vorderseite der japanischen 2.000-Yen-Banknote abgebildet. Die geschnitzte Inschrift über dem Torbogen „守礼之邦" („Shurei no kuni" – „Land der Schicklichkeit / der Höflichkeit") ist seit jeher das Selbstverständnis des Inselreichs. Das Zifferblatt umfasst die Inschrift „THE MEMORY OF REVERSION ★ OKINAWA" im oberen Bogen und die Jahreszahl „1972" im unteren Bereich; runde Punktindexe markieren die Stundenpositionen, schmale schwarz lackierte Stab-Zeiger zeigen die Zeit an – auf einen Sekundenzeiger wurde bewusst verzichtet, um die Reliefszene optisch nicht zu stören. Laut dem oben genannten Sammlerstandardwerk existieren zwei Varianten dieses Modells: die hier vorliegende reliefierte Silber-Variante und eine deutlich häufigere weiße Variante mit reiner Schriftgestaltung. Die Silberreliefvariante ist die optisch eindrucksvollere und unter Sammlern deutlich gesuchtere Ausführung.

Das Gehäuse besteht vollständig aus 920er Silber ein in der japanischen Edelmetallnormierung der 1960er- und 1970er-Jahre verbreiteter Standard, der eine sehr gute Verarbeitbarkeit bei robustem Edelmetallcharakter bietet. Bemerkenswert ist die ovale, kissenförmige Gehäusekontur (31,2 × 33,1 mm) – das japanische Sammlerstandardwerk hebt ausdrücklich hervor, dass die Oval-Case-Ausführung dieser Referenz „eine Rarität" („珍品" / chinpin) sei. Mit lediglich 8 mm Bauhöhe ist die Uhr ausgesprochen flach, was sie auch heute noch ausgezeichnet tragbar macht – auch unter einer Hemdmanschette. Auf der Gehäuserückseite finden sich die typischen Prägungen: das Citizen-Logo, der Sternstempel sowie die Inschriften „920 SILVER", „CITIZEN", „6700-673310 YO" und die Seriennummer 202xxxxx.

Im Inneren arbeitet das Citizen-Kaliber 6700 – ein handaufzugmechanisches Werk, das von Citizen seinerzeit gerne für Gedenk- und Sondermodelle verwendet wurde, da es trotz seiner kompakten Bauweise als sehr robust und langlebig galt. Tatsächlich handelt es sich bei der 6700er-Familie ursprünglich um eine ausgesprochen kleine, ursprünglich für Damenuhren entwickelte Werksgröße („Type 6") – eine Wahl, die Citizen bewusst traf, um die schlanke Gehäusehöhe und die elegante Proportionierung zu ermöglichen. Diese „Crossover"-Verwendung eines technisch ausgereiften Damenkalibers in einer unisex-formatigen Gedenkuhr verleiht der Konstruktion ihre charakteristische Flachheit und ihren feinen Lauf.

Eine kurze Markenkunde zum Hersteller: Citizen wurde 1918 in Tokio als „Shōkōsha Watch Research Institute" durch Kamekichi Yamazaki gegründet. Den heute weltbekannten Namen „Citizen" verlieh dem Unternehmen 1924 der damalige Tokioter Bürgermeister Gotō Shinpei – verbunden mit dem ausdrücklichen Wunsch, dass „diese Uhr von allen Bürgern geliebt werden möge". Mit dieser bürgerlich-egalitären Selbstdefinition trat Citizen seit jeher als gleichrangiger Wettbewerber zu Seiko an und prägte – insbesondere in der Hochphase der mechanischen Uhrmacherei in den 1960er- und 1970er-Jahren – die japanische Industrie maßgeblich mit. Commemorative-Modelle wie die hier vorliegende Okinawa-Gedenkuhr verstand das Unternehmen stets als Teil seines kulturellen Beitrags zur japanischen Identität.

Zustand: Das hier vorliegende Exemplar zeigt authentische, dem Alter und dem Edelmetallcharakter entsprechende Patinaspuren an Gehäuse und Lünette – das ist bei 920er Silber, das von Natur aus weich und oxidationsempfindlich ist, nach über fünf Jahrzehnten zu erwarten und keineswegs ein Mangel, sondern ein authentisches Zeugnis der gelebten Geschichte des Stücks. Die Reliefprägung des Shureimon ist klar, ebenmäßig und vollständig erhalten; alle Inschriften sind scharf lesbar; die Zeiger sind original; die Krone funktioniert einwandfrei. Das mechanische 6700-Werk läuft. Die Uhr trägt ein neuwertiges, hochwertiges grau-oliv-grünes Premium-Lederband der europäischen Manufaktur Pebro (Bandbreite 18 mm) – das originale Lederarmband ist nicht mehr erhalten. Die ursprünglich mitgelieferte 920er-Silber-Schließe ist ebenfalls nicht mehr erhalten; das aktuelle Band trägt eine schlichte Edelstahl-Dornschließe.

Insgesamt ein eindrucksvolles, historisch bedeutsames und in dieser Reliefdial-Konfiguration ausgesprochen seltenes Sammlerstück – ideal für Liebhaber japanischer Geschichte, Sammler von Commemorative-Editions oder als bewusst gewähltes „Statement-Piece" mit erzählerischer Tiefe.

Gewährleistung (gebraucht)

Es handelt sich um einen gebrauchten Artikel. Die Verjährungsfrist für Mängelansprüche (gesetzliche Gewährleistung) beträgt 12 Monate ab Lieferung.

Hinweis

Da es sich um eine Gebrauchtuhr handelt, kann keine Wasserdichtigkeit zugesichert werden. Um das Uhrwerk zu schützen, sollte die Uhr nicht mit Wasser oder Feuchtigkeit in Berührung kommen.

Technische Daten

  • Marke: Citizen
  • Modell: The Memory of Reversion – Okinawa 1972 (Commemorative Edition / Gedenkuhr)
  • Anlass: Rückgabe Okinawas an Japan am 15. Mai 1972
  • Referenz: 6700-673310 YO
  • Seriennummer: 202xxxxx
  • Produktionsjahr: Februar 1972 (limitierte Sonderedition)
  • Marktverfügbarkeit: ausschließlich japanischer Heimatmarkt (JDM); auf dem europäischen Markt praktisch nicht erhältlich
  • Variante: Reliefierte Silber-Zifferblatt-Variante mit Shureimon-Gravur (seltener und gesuchter als die weiße Schriftvariante)
  • Literatur-Dokumentation: Modell abgebildet im Sammlerstandardwerk „国産時計博物館 / Museum of Japanese-made Watches" (Hrsg. Masaaki Hasegawa, World Photo Press, Juli 1994, Band 27 der „Sekai no Udedokei"-Mook-Reihe)
  • Kaliber: Citizen 6700 (Type 6)
  • Werkstyp: Handaufzug, mechanisch
  • Funktionen: Stunden, Minuten (konstruktionsbedingt ohne Sekundenzeiger, um das Relief nicht zu verdecken)
  • Gehäusematerial: 920er Silber (vom Casebackstempel bestätigt)
  • Gehäuseform: oval/kissenförmig (vom japanischen Sammlerstandardwerk als „珍品" / „Rarität" hervorgehoben)
  • Gehäusedimensionen: 31,2 × 33,1 mm (ohne Krone)
  • Lug-to-Lug: 37,7 mm
  • Bauhöhe: 8,0 mm (sehr flach)
  • Bandanstoßbreite: 18 mm
  • Gewicht (mit aktuellem Lederband): 29 g
  • Glas: flaches Acrylglas (Hesalit)
  • Zifferblatt: 920er Silber mit reliefierter Prägung des Shureimon-Tors („Land der Schicklichkeit"), Inschriften „THE MEMORY OF REVERSION ★ OKINAWA" und „1972"; runde Punktindexe
  • Zeiger: schlanke, schwarz lackierte Stab-Stunden- und Minutenzeiger
  • Krone: geriffelte Originalkrone bei 3 Uhr
  • Wasserdichtigkeit: keine Zusicherung (Vintage; siehe Hinweis oben)
  • Band: Neuwertiges grau-oliv-grünes Premium-Lederband der Manufaktur Pebro (Bandbreite 18 mm; UVP € 50)
  • Schließe: schlichte Edelstahl-Dornschließe
  • Zustand: Vintage-Originalzustand mit altersbedingter Silberpatina, Relief und Inschriften vollständig erhalten, Werk läuft
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