Seiko 5 Automatic Ref. 7009-821A „Roman Numeral Day Wheel" (März 1986) – komplett revidiert (Januar 2026)
Seiko 5 Automatic Ref. 7009-821A „Roman Numeral Day Wheel" (März 1986) – komplett revidiert (Januar 2026)
Diese Seiko 5 Automatic Ref. 7009-821A ist ein hervorragend erhaltener und gerade frisch revidierter Vertreter einer der wichtigsten Kapitel der Seiko-Geschichte: der „Seiko 5"-Linie der mittleren 1980er-Jahre, mit der Seiko in dieser von der Quarzkrise dominierten Epoche eindrucksvoll bewies, dass mechanische Massenfertigung auf höchstem Qualitätsniveau bezahlbar bleiben kann.
Die Seiko-5-Linie wurde 1963 mit dem Modell „Sportsmatic 5" eingeführt und definierte sich von Anfang an über ihre fünf charakteristischen Eigenschaften: Automatikaufzug, Tag- und Datumsanzeige in einem Fenster, Wasserbeständigkeit, eine Krone im Bereich der vier-Uhr-Position (oder zumindest geschützt) sowie ein robustes, im Stück gefertigtes Edelstahlgehäuse mit integriertem Bandanstoß. Was Seiko damit etablierte, war nichts Geringeres als die Blaupause für die moderne Alltagsautomatik – ein Konzept, das bis heute über die aktuellen 5-Sports-Modelle der Marke fortgeführt wird. Die zentrale Innovation dieses Designs war die kompromisslose Kombination aus mechanischer Komplikation, Tragekomfort und Zugänglichkeit für die breite Masse.
Im Zentrum dieses Modells arbeitet das Seiko-Kaliber 7009A – ein Automatikwerk, das in der Seiko-Genealogie eine Schlüsselrolle einnimmt: Es ist der direkte Nachfolger des Kalibers 6119 aus den 1970er-Jahren und der unmittelbare Vorgänger des heute legendären Kalibers 7S26, das ab 1996 für zwei Jahrzehnte das Rückgrat der Seiko 5 bildete. Das 7009A wurde von ca. 1979 bis 1996 produziert und gehört damit zu den am längsten gefertigten Seiko-Werken überhaupt – ein Beleg für seine Robustheit und Servicefreundlichkeit. Mit seinen 17 Steinen, 21.600 Halbschwingungen pro Stunde, der charakteristischen „Magic Lever"-Aufzugskonstruktion und der Quickset-Funktion für Tag und Datum stellte es das Maß aller Dinge im Bereich preiswerter, alltagstauglicher Automatikkaliber dar. Eine konstruktive Eigenheit: Das 7009A besitzt keinen Handaufzug und keinen Sekundenstopp – beides war in der Konzeption als reines Alltagswerk so gewollt und reduziert die Verschleißanfälligkeit weiter.
Die Referenz 7009-821A präsentiert dieses Werk in einem der elegantesten Gehäusedesigns der Seiko-5-Linie: dem klassischen Cushion-Case (Kissenform) mit hochpolierten Flanken und gebürsteter Oberseite, das in den 1980er-Jahren stilbildend war. Mit nur 37,1 mm Durchmesser und einem Lug-to-Lug von 42,9 mm fällt die Uhr nach modernen Maßstäben kompakt aus – ein Format, das aktuell sowohl im Vintage-Segment als auch bei jüngeren Käufern eine starke Renaissance erlebt. Das schwarz lackierte, leicht vertikal strukturierte Zifferblatt mit applizierten, lumebelegten Stundenindexen und Schwertzeigern bietet bei jedem Lichtverhältnis hervorragende Ablesbarkeit. Die Doppel-Tag/Datums-Anzeige bei drei Uhr ist ein weiteres Markenzeichen der Linie.
Eine ausgesprochen reizvolle Sammlerbesonderheit dieses Exemplars: Es trägt das bilinguale Tagesrad mit englischen Wochentagsabkürzungen und römischen Ziffern – Montag als „I", Dienstag als „II", Mittwoch als „III", Donnerstag als „IIII", Freitag als „V" und Samstag als „VI", im Wechsel mit MON/TUE/WED/THU/FRI/SAT. Eine charmante Designentscheidung Seikos: Der Sonntag wird in der römischen Variante nicht als „VII" dargestellt, sondern als auffälliges rotes Quadrat – die universell verständliche Markierung des Wochenendtages, die ohne sprachliche Konvention auskommt und gleichzeitig optisch das Wochenende vom Werktagrhythmus abhebt. Während Seiko die meisten Exportmärkte mit landesspezifischen Tagesrädern in Spanisch, Französisch, Arabisch oder Kanji versorgte, bot man für jene Märkte, in denen keine eindeutige Zweitsprache dominierte, mit der römisch-numerischen Variante eine elegante sprachneutrale Lösung. Diese Variante wurde primär für den südostasiatischen Raum (Thailand, Singapur), Australien sowie vereinzelt für Portugal gefertigt und gilt unter Seiko-Sammlern als die optisch interessanteste der bilingualen Versionen. Ein liebenswertes Detail aus der Uhrmachertradition: Der Donnerstag wird – wie bei klassischen Zifferblättern mit römischer Stundenzahl – nicht als „IV", sondern als „IIII" dargestellt. Dieser auf den französischen König Louis XIV (nach manchen Quellen bereits auf Charles V im 14. Jahrhundert) zurückgehende Brauch wird seit Jahrhunderten in der Uhrmacherei gepflegt und sorgt im Zifferblattbild für eine ruhigere, radialere Symmetrie.
Anhand der Seriennummer 630103 lässt sich das Produktionsdatum exakt bestimmen: Die führende „6" steht für ein Jahr mit Endziffer 6, die „3" für den Monat März. Da das Kaliber 7009A erst 1979 eingeführt wurde, kommt nur März 1986 oder März 1996 in Frage – die zeittypische Designsprache, die Bracelet-Ausführung und der Gesamteindruck sprechen eindeutig für März 1986. Bei der Endziffer „103" handelt es sich um die fortlaufende Produktionsnummer dieses Gehäusetyps in jenem Monat.
Dieses konkrete Exemplar wurde im Januar 2026 in Japan vollständig und fachmännisch revidiert: Werk gereinigt, geölt, reguliert und auf einwandfreien Lauf geprüft. Die Uhr läuft entsprechend präzise und kann sofort als zuverlässige Alltagsuhr getragen werden – ein Sammlerstück, das man tatsächlich nutzen kann. Das mitgelieferte originale Seiko-Edelstahlband mit gepunzter Faltschließe ist erhalten und harmoniert perfekt mit dem Gehäusedesign. Krone, Zifferblatt, Zeiger und Gehäuse sind ebenfalls original.
Die Ref. 7009-821A in dieser Konfiguration mit römischem Tagesrad, originalem Bracelet und frischer Revision ist ein idealer Einstieg in die Welt des vintage Seiko-Sammelns und gleichzeitig eine charmante, dezent zu tragende Alltagsuhr im klassischen Mid-Size-Format.
Technische Daten
- Marke: Seiko
- Modell: Seiko 5 Automatic
- Referenz: 7009-821A
- Werknummer (Seriennummer): 630103
- Produktionsdatum: März 1986 (anhand Seriennummer)
- Marktvariante: Roman Numeral / English Day Wheel (sprachneutrale Exportvariante; Sonntag als rotes Quadrat)
- Kaliber: Seiko 7009A
- Werkstyp: Automatik (Magic-Lever-Aufzugssystem)
- Steine: 17 Jewels
- Halbschwingungen: 21.600 A/h
- Gangreserve: ca. 40–43 Stunden
- Funktionen: Stunden, Minuten, zentrale Sekunde, Tag (bilingual EN / römische Ziffern I–VI plus rotes Quadrat für Sonntag) und Datum mit Quickset
- Besonderheiten: kein Handaufzug, kein Sekundenstopp (bauartbedingt); Donnerstag traditionell als „IIII" dargestellt
- Gehäusematerial: Edelstahl
- Gehäuseform: Cushion-Case (Kissenform)
- Gehäusedurchmesser: 37,1 mm (ohne Krone)
- Lug-to-Lug: 42,9 mm
- Bauhöhe: 10,8 mm
- Bandanstoßbreite: 20 mm
- Gewicht (mit Originalband): 78 g
- Glas: Hardlex (Mineralglas)
- Zifferblatt: Schwarz, vertikal fein strukturiert, applizierte lumebelegte Indexe
- Zeiger: Schwertförmig, lumebelegt
- Krone: Originale Seiko-Krone bei 3 Uhr
- Wasserdichtigkeit: Originale Auslegung „Water Resistant"; bei Vintage-Uhren keine Zusicherung (siehe Hinweis oben)
- Band: Originales Seiko-Edelstahlband mit gepunzter „SEIKO"-Faltschließe
- Service: Komplettrevision in Japan im Januar 2026
- Lieferumfang: Uhr mit originalem Seiko-Edelstahlband
Gewährleistung (gebraucht)
Es handelt sich um einen gebrauchten Artikel. Die Verjährungsfrist für Mängelansprüche (gesetzliche Gewährleistung) beträgt 12 Monate ab Lieferung.
Hinweis
Da es sich um eine Gebrauchtuhr handelt, kann keine Wasserdichtigkeit zugesichert werden. Um das Uhrwerk zu schützen, sollte die Uhr nicht mit Wasser oder Feuchtigkeit in Berührung kommen.
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