Seikomatic Diashock – Ref. J14075, Cal. 603, 20 Jewels – Tropical Dial – ca. 1961 – Anfang 2026 komplett revidiert
Seikomatic Diashock – Ref. J14075, Cal. 603, 20 Jewels – Tropical Dial – ca. 1961 – Anfang 2026 komplett revidiert
Seikomatic – der Name ist ein Kofferwort aus „Seiko" und „automatic", und er war um 1960 ein Versprechen. Automatikaufzug galt damals als Hochtechnologie, und Seiko baute daraus eine ganze Linie für den modernen Angestellten. Dieses Exemplar der ersten Generation kommt mit einem über sechs Jahrzehnte gereiften Tropical Dial und einer belegten Revision aus Japan.
Die erste Seikomatic-Generation
Seikos erstes vollständig eigenes Automatikwerk war das Gyro Marvel von 1959, entwickelt aus dem Marvel-Handaufzug. Ein Jahr später folgte das Kaliber 603 und mit ihm die Seikomatic-Linie – Seikos Einstieg in die Serienfertigung von Automatikuhren, angesiedelt zwischen den Alltagsmodellen und der neu geschaffenen Grand Seiko.
Das 603 erschien 1960 zunächst in der 20-Steine-Ausführung; Varianten mit 17, 21 und 30 Steinen folgten. Es arbeitet mit 18.000 Halbschwingungen pro Stunde und ist ein reines Automatikwerk: Handaufzug ist konstruktiv nicht vorgesehen. Später wurde es in 6201 umbenannt. Für Seiko war es das Werk, mit dem der Automatikaufzug den Massenmarkt erreichte.
Charakteristisch für die frühen Seikomatic ist die tief ins Gehäuse gesetzte Krone bei 4 Uhr. Die Logik dahinter war konsequent: Wenn eine Uhr sich selbst aufzieht, muss man sie nicht anfassen – also verschwindet die Krone aus der Silhouette und bleibt an der Manschette nicht hängen. Auf dem Zifferblatt steht neben der Signatur der kleine Kreisel, Seikos damaliges Zeichen für Automatikaufzug.
Dieses Exemplar trägt die Gehäusereferenz J14075. Vergleichsexemplare dieser Referenz mit dem Kaliber 603 werden auf Anfang 1961 datiert.
Das Tropical Dial
Das ursprünglich helle Zifferblatt hat über die Jahrzehnte eine warme, ins Cremefarbene laufende Tönung angenommen. Sammler nennen solche gereiften Zifferblätter „Tropical", und sie sind ausdrücklich gesucht: Es ist der einzige Teil einer Vintage-Uhr, den man weder nachbauen noch nachbestellen kann. Zwei Seikomatic desselben Jahrgangs sehen nach sechzig Jahren völlig verschieden aus.
Bei diesem Exemplar ist die Verfärbung zurückhaltend und macht die Uhr gerade dadurch interessanter: Sie nimmt dem klaren Zifferblatt die Kühle, ohne die Ablesbarkeit anzutasten. Die applizierten Indizes und die Beschriftung stehen unverändert scharf darauf. Angeboten wird ein gealtertes Originalzifferblatt in unbehandeltem Zustand – nicht restauriert, nicht nachgedruckt, nicht nachgefärbt. Die Produktfotos sind unretuschiert und ohne Farbkorrektur aufgenommen.
Frisch Revidiert
Die Uhr wurde Anfang 2026 in Japan vollständig fachgerecht revidiert – zerlegt, gereinigt, geölt und reguliert. Bei einem Automatikwerk, das sechzig Jahre alt ist und sich nicht von Hand nachziehen lässt, ist ein frischer Service kein Komfort, sondern Voraussetzung.
Gestaltung und Charakter
Das Zifferblatt ist streng aufgebaut: schlanke, applizierte Stabindizes mit facettierter Oberkante, die das Licht scharf brechen, dazu passende Zeiger und ein zentraler Sekundenzeiger. Kein Datum, keine Zusatzfunktion – reine Zeitanzeige in der Gestaltungssprache ihrer Zeit.
Das polierte Edelstahlgehäuse misst 35,4 mm ohne Krone bei 9,7 mm Höhe. Bemerkenswert ist der Lug-to-Lug von 43,4 mm: Die langen, weit ausgestellten Bandanstöße lassen die Uhr am Handgelenk deutlich größer wirken, als ihr Durchmesser vermuten lässt, und machen sie auch an kräftigeren Handgelenken stimmig. Mit 36 Gramm am neuen braunen Seiko-Lederarmband trägt sie sich, als wäre sie nicht da.
Zustand
Die Uhr ist in einem für das Alter außergewöhnlich gutem Erhaltungszustand mit klaren Kanten und nur wenigen Gerbrauchsspuren. Geliefert wird die Uhr an einem neuen braunen Lederarmband von Seiko passend zum bräunlichen Schimmer des Zifferblatts.
Bedienhinweis: Das Kaliber 603 lässt sich nicht von Hand aufziehen. Zum Ingangsetzen genügt es, die Uhr einige Male sanft zu schwenken.
Technische Daten
- Marke: Seiko
- Modell: Seikomatic Diashock
- Gehäusereferenz: J14075
- Kaliber: Seiko 603 (später 6201)
- Werk: Automatik, ohne Handaufzug
- Steine: 20 Jewels
- Halbschwingungen: 18.000 A/h
- Stoßsicherung: Diashock
- Gehäusematerial: Edelstahl
- Durchmesser ohne Krone: 35,4 mm
- Lug-to-Lug: 43,4 mm
- Höhe: 9,7 mm
- Bandanstoßbreite: 18 mm
- Gewicht inkl. Band: 36 g
- Datierung: ca. 1961
- Zifferblatt: Tropical Dial, gereift, unbehandelt
- Service: Komplettrevision durch Tamaoki-san (BLUE STREAM, Fukuoka), Februar 2026, Rechnung liegt bei
- Band: neues braunes Seiko-Lederarmband
- Herkunft: Japan
Für wen?
Für Sammler von Tropical Dials, die wissen, dass sich diese Farbverläufe nicht herstellen, sondern nur finden lassen. Für alle, die den Beginn von Seikos Automatikfertigung an einem originalen Stück der ersten Generation nachvollziehen wollen. Und für Träger, die eine flache, kompakte Uhr mit langen Anstößen suchen – die Kombination, die heute kaum noch gebaut wird.
Gewährleistung (gebraucht)
Es handelt sich um einen gebrauchten Artikel. Die Verjährungsfrist für Mängelansprüche (gesetzliche Gewährleistung) beträgt 12 Monate ab Lieferung.
Hinweis
Da es sich um eine Gebrauchtuhr handelt, kann keine Wasserdichtigkeit zugesichert werden. Um das Uhrwerk zu schützen, sollte die Uhr nicht mit Wasser oder Feuchtigkeit in Berührung kommen.
Gesetzliche Gewährleistung:
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