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Vintage King Seiko Chronometer Officially Certified Hi-Beat Ref. 5626-7060 (Juni 1970) – „56KS" Suwa-Manufaktur, JCA-zertifiziert

Vintage King Seiko Chronometer Officially Certified Hi-Beat Ref. 5626-7060 (Juni 1970) – „56KS" Suwa-Manufaktur, JCA-zertifiziert

Diese King Seiko Chronometer Officially Certified Hi-Beat Ref. 5626-7060 ist ein technisch wie historisch außergewöhnliches Zeugnis aus der absoluten Hochphase der japanischen Uhrmacherkunst – einer Zeit, in der Seiko den etablierten Schweizer Manufakturen nicht nur ebenbürtig, sondern in mehreren Disziplinen sogar überlegen war. Sie verbindet drei der wichtigsten Qualitätsmerkmale, die Seiko in den späten 1960er- und frühen 1970er-Jahren zu bieten hatte: das King-Seiko-Niveau der Spitzen-Vintage-Linie, die offizielle Chronometer-Zertifizierung der noch jungen Japan Chronometer Association (JCA), und die hauseigene Hi-Beat-Technologie mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde.

Zur King-Seiko-Linie und der historischen Daini-vs-Suwa-Rivalität: King Seiko entstand 1961 als interne Antwort der Daini-Seikosha-Manufaktur auf die kurz zuvor von der Schwesterfabrik Suwa Seikosha eingeführte Grand-Seiko-Linie (1960). Beide Manufakturen waren rechtlich selbstständig, gehörten aber zur Seiko-Holding und befanden sich in einem von der Konzernleitung bewusst kultivierten, jahrzehntelangen internen Wettbewerb um die jeweils präzisesten, schönsten und technisch ausgereiftesten Uhren. Daini (Werke in Kameido, Tokio) und Suwa (Werke in Shiojiri, Präfektur Nagano) traten in dieser Konstellation als zwei eigenständige „Manufakturen unter einem Dach" auf – ähnlich, in europäischer Analogie, wie es bei Audemars Piguet und Patek Philippe in der Schweiz nie der Fall war. Während Grand Seiko in dieser Konstellation primär Suwa zugeordnet war (und King Seiko ursprünglich Daini), durchbrach das hier vorliegende Kaliber 5626 diese Trennung in bemerkenswerter Weise: Die 5626er-Familie ist Suwa Seikoshas Eintritt in die King-Seiko-Linie und damit Suwas erstes modernes, mechanisch automatisiertes Spitzenkaliber außerhalb der Grand-Seiko-Welt – ein interner „Crossover", der die Konkurrenz zwischen den beiden Häusern auf ein neues Niveau hob. Im Sammlermarkt wird diese Generation deshalb als „56KS" bezeichnet (5-für-die-Kaliberfamilie, 6 für die Automatic-Generation, KS für King Seiko).

Das Kaliber 5626A (1968–ca. 1971, später abgelöst vom 5626B bis ca. 1976) ist Suwas erstes automatisches Hi-Beat-Kaliber mit Tag-/Datumsanzeige: 25 Steine, 28.800 Halbschwingungen pro Stunde, Quickset für das Datum, beidseitig wirkende Automatik – eine technisch ausgesprochen ausgereifte Konstruktion, die in puncto Robustheit und Reglagestabilität mit den damaligen Schweizer Top-Kalibern problemlos mithalten konnte. Die Hi-Beat-Frequenz von 28.800 Halbschwingungen war zur Zeit der Markteinführung noch keineswegs Standard – ETA-Werke jener Zeit liefen typischerweise mit 18.000 oder 21.600 Halbschwingungen – und brachte einen sichtbar ruhigeren Sekundenlauf sowie eine deutlich höhere Lagerregulierungs-Stabilität mit sich. Auf dem Zifferblatt wird dies durch das charakteristische Hi-Beat-Blitzsymbol unterhalb der Inschrift „Hi-Beat" gewürdigt.

Die Zusatzbezeichnung „Chronometer Officially Certified" auf dem Zifferblatt ist kein Marketing-Schnörkel, sondern referenziert eine konkrete institutionelle Errungenschaft: Seiko hatte zwar bereits Anfang der 1960er-Jahre intern den Begriff „Chronometer" für seine präzisesten Werke verwendet, musste die Bezeichnung jedoch 1966 wieder aufgeben, weil in Japan keine von der internationalen CICC (Commission Internationale des Contrôles Chronométriques) anerkannte unabhängige Zertifizierungsstelle existierte. Erst 1968 wurde mit der Japan Chronometer Association (JCA) eine CICC-anerkannte Zertifizierungsbehörde in Japan etabliert, und genau ab diesem Moment durften wieder ausgewählte Spitzenwerke – darunter eine kleine Auswahl der 5626er-Kaliber – mit der Bezeichnung „Chronometer Officially Certified" auf dem Zifferblatt versehen werden. Während das reguläre, nicht zertifizierte 5626 nach Seikos hauseigener „A"-Klassifikation auf einen Tagesgang von –6 bis +9 Sekunden geregelt war, mussten die als „Chronometer Officially Certified" ausgezeichneten Exemplare die deutlich strengere Toleranz von etwa –3 bis +5 Sekunden pro Tag einhalten – ein Niveau, das vergleichbar mit dem damaligen Grand-Seiko-„AA"-Standard ist. Aufgrund dieser höheren Anforderungen sind chronometerzertifizierte 5626er deutlich seltener als die Standard-5626er-Varianten und unter Sammlern entsprechend gesuchter.

Das Gehäusedesign der Ref. 5626-7060 ist ein direkter Nachfahre der „Taro Tanaka Grammar of Design", jenes 1967 mit dem legendären Grand Seiko 44GS etablierten Designvokabulars, das bis heute als der maßgebliche ästhetische Maßstab für Seiko-Spitzenuhren gilt. Charakteristisch sind die scharf gekanteten, in Hochpolitur gehaltenen Flanken, die kontrastierend gebürsteten Oberseiten, die langen, schlanken Bandanstöße sowie die feine Goldring-Einfassung um das Zifferblatt. Mit 36,5 mm Gehäusedurchmesser und einer Bauhöhe von 9,8 mm fällt die Uhr nach heutigen Maßstäben sehr elegant und dezent aus – ein Format, das gerade aktuell im Vintage-Segment als ideal proportioniert geschätzt wird. Die langen, applizierten Stab-Indexe und die ebenfalls applizierten „SEIKO"- und „KS"-Logos sind in Hochpolitur ausgeführt und bilden den optischen Gegenpol zum mattierten, ganz leicht silberfarbenen Sunburst-Zifferblatt.

Auf der Gehäuserückseite finden sich die typischen King-Seiko-Markierungen: „STAINLESS STEEL", „OPEN THRU GLASS PUSH-SET-LEVER PULL STEM WATERPROOF", „5626-7060", die Werknummer „061301", „JAPAN J" allerdings fehlt die Medaille in der Mitte (was häufig bei diesen Modellen der Fall ist).

Anhand der Seriennummer 06xxxx lässt sich das Produktionsdatum exakt bestimmen: Die führende „0" steht für ein Jahr mit Endziffer 0, die „6" für den Monat Juni. Da das Kaliber 5626A erst 1968 eingeführt wurde, kommt nur Juni 1970 in Frage – die Uhr stammt damit aus der ersten Produktionsphase der 5626A-Variante.

Aktuelle Marktentwicklung: Die Preise für vintage King-Seiko-Modelle der 56KS-Familie sind insbesondere im japanischen Heimatmarkt sowie auf dem internationalen Sammlermarkt in den vergangenen Monaten spürbar nach oben gegangen – nicht zuletzt, weil Seiko die King-Seiko-Marke 2020 als Reissue-Serie wiederbelebt hat und das damit verbundene Marketing-Echo das Interesse an den originalen Vintage-Modellen weiter befeuert. Die Chronometer-zertifizierte Variante der Ref. 5626-7060 ist innerhalb der 56KS-Familie eine der gesuchtesten Konfigurationen.

Zustand: Das hier angebotene Exemplar befindet sich in einem optisch wie technisch guten Zustand mit dezenten, dem Alter und Tragezustand angemessenen Gebrauchsspuren am Gehäuse. Das Zifferblatt zeigt minimale altersbedingte Patinaspuren im Außenbereich des Chapter Rings, das Sunburst-Finish ist jedoch intakt; die applizierten Indexe und Logos sind vollständig und scharf; die Zeiger sind original; die originale „KS"-signierte Krone ist erhalten. Das Werk läuft. Die Uhr trägt ein neues, originales Seiko-Calf-Lederband (gepunzt „SEIKO CALF" auf der Innenseite, Bandbreite 18 mm) in dunkelblau mit Krokoprägung sowie eine Seiko-Dornschließe – eine harmonische und qualitativ hochwertige Kombination, die das elegante Gesamterscheinungsbild der Uhr unterstützt.

Auf dem europäischen Markt ist die Chronometer-Variante dieser Referenz in dieser Erhaltung und mit originaler Krone selten zu finden; die meisten verfügbaren Exemplare werden über japanische oder asiatische Händler gehandelt – mit den entsprechenden Reibungen für europäische Käufer (Proxy-Gebühren, Zollabwicklung, Einfuhrumsatzsteuer, fehlendes Rückgaberecht, keine Gewährleistung). Insofern ist diese in Frankfurt direkt verfügbare, mit voller gesetzlicher Gewährleistung angebotene Uhr eine attraktive Alternative für europäische Sammler.

Insgesamt eine ausgereifte, historisch dichte und designästhetisch herausragende Vintage King Seiko – ideal für Liebhaber der 44GS-Designsprache, Sammler von zertifizierten Chronometern und alle, die japanische Hi-Beat-Mechanik in ihrer reifen Bestform erleben möchten.

Gewährleistung (gebraucht)

Es handelt sich um einen gebrauchten Artikel. Die Verjährungsfrist für Mängelansprüche (gesetzliche Gewährleistung) beträgt 12 Monate ab Lieferung.

Hinweis

Da es sich um eine Gebrauchtuhr handelt, kann keine Wasserdichtigkeit zugesichert werden. Um das Uhrwerk zu schützen, sollte die Uhr nicht mit Wasser oder Feuchtigkeit in Berührung kommen.


Technische Daten

  • Marke: Seiko (King Seiko / KS)
  • Modell: King Seiko Chronometer Officially Certified Automatic Hi-Beat („56KS")
  • Referenz: 5626-7060
  • Werknummer (Seriennummer): 061301
  • Produktionsdatum: Juni 1970 (anhand Seriennummer)
  • Marktverfügbarkeit: ausschließlich japanischer Heimatmarkt (JDM)
  • Manufaktur: Suwa Seikosha (56KS-Generation; Suwas Eintritt in die King-Seiko-Linie)
  • Kaliber: Seiko 5626A
  • Werkstyp: Automatik, bidirektionaler Aufzug
  • Steine: 25 Jewels
  • Halbschwingungen: 28.800 A/h (Hi-Beat)
  • Zertifizierung: „Chronometer Officially Certified" – Japan Chronometer Association (JCA), CICC-Standard; Tagesgangtoleranz ca. –3 bis +5 Sekunden pro Tag
  • Funktionen: Stunden, Minuten, zentrale Sekunde, Tag (Englisch) und Datum mit Quickset
  • Gehäusematerial: Edelstahl
  • Gehäuseform: Cushion-/Tonneau-Case mit scharf gekanteten polierten Flanken und gebürsteter Oberseite (Taro-Tanaka-Designsprache, 44GS-Lineage)
  • Gehäusedurchmesser: ca. 36,5 mm (ohne Krone)
  • Lug-to-Lug: 41 mm
  • Bauhöhe: 9,8 mm
  • Bandanstoßbreite: 18 mm
  • Gewicht (mit neuem Lederband): 49 g
  • Glas: Hardlex (Mineralglas)
  • Zifferblatt: Silberfarbenes Sunburst-Finish mit Goldring-Einfassung, applizierte „SEIKO"- und „KS"-Logos, applizierte schmale Stab-Indexe, „CHRONOMETER OFFICIALLY CERTIFIED" und „AUTOMATIC HI-BEAT" mit Blitzsymbol
  • Zeiger: schlanke, polierte und gefacettete Stab-Stunden- und Minutenzeiger; schmale Sekunde
  • Krone: originale „KS"-signierte Krone bei 3 Uhr
  • Wasserdichtigkeit: originale Auslegung „Waterproof"; bei Vintage-Uhren keine Zusicherung (siehe Hinweis oben)
  • Band: neues originales Seiko-Calf-Lederband, dunkelblau mit Krokoprägung, gepunzt „SEIKO CALF" auf der Innenseite, Bandbreite 18 mm
  • Schließe: Seiko-Dornschließe
  • Zustand: optisch und technisch guter Vintage-Zustand; dezente Gebrauchsspuren am Gehäuse, Medaille auf der Rückseite fehlt, Zifferblatt mit minimaler Patina im Außenbereich, applizierte Indexe und Logos vollständig und scharf, originale Krone, Werk läuft
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Vintage King Seiko Chronometer Officially Certified Hi-Beat Ref. 5626-7060 (Juni 1970) – „56KS" Suwa-Manufaktur, JCA-zertifiziert
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